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Schmuckdesign

Schmucksteine


Hier wird in den nächsten Monaten immer einmal wieder eine Schmucksteininformation folgen. 

Auch gebe ich alle 3 Monate einen Newsletter heraus.

Gerne können Sie sich unter info@preziosen4you.de zum Newsletter anmelden.

Eine Kopie der Informationen aus den Newsletterinhalten finden Sie im Folgenden.

10/2020

Was sind Edelsteine?

Die Begriffe Edelstein, Schmuckstein und das früher für minderwertige oder nicht sehr harte Edelsteine verwendete Wort Halbedelsteine sind im Prinzip synonym zu gebrauchen.

Die meisten Edelsteine sind Mineralien, gelegentlich auch Mineralaggregate, wie z.B. Lapislazuli oder auch Gesteine.

Aber auch organische, nicht-mineralische Bildungen werden Edelstein oder Schmuckstein genannt. Dazu gehören z.B. Bernstein, Perlen, Fossilien etc..

Bei allen gemeinsam geht es heute meist um Schönheit und Ausstrahlung eines Edelsteines und Schmuckstückes.

 Den Menschen sind Schmucksteine schon seit weit über 10000 Jahren bekannt.

Sie wurden als Machtsymbole, als religiöse Symbole oder auch als Amulett und Talisman verwendet.

Bis in die heutige Zeit hinein haben die Edelsteine u.a. auch eine Bedeutung als Heilsteine oder Geburtssteine.

 Wie entstehen Edelsteine?

Die mineralischen Edelsteine entstehen ganz unterschiedlich.

Es gibt Mineralien, die aus Material des Erdinneren kristallisieren, andere werden aus wässrigen Lösungen ausgefällt.

Es können Mineralien unter Einfluss von Organismen wachsen oder sich durch großen Druck oder hohe Temperaturen in tieferen Lagen der Erdkruste verändern.

Fast alle Mineralien haben bestimmte meist geometrische Kristallformen mit einem Gitterbau der Atome, Ionen und Moleküle.

Die physikalischen Eigenschaften, wie äußere Form, Härte, Dichte und optische Erscheinungen (u.a.Farbe,Lichtbrechung), werden durch die innere Struktur der Kristalle bestimmt.

Hier erwähne ich 2 Eigenschaften :

Härte(Mohshärte): 1 Talk—2 Gipsspat—3 Calcit—4 Fluorit—5 Apatit 

                               6 Orthoklas—7 Quarz—8 Topas—9 Korund—10 Diamant

 Karat (Carat) als Gewichtseinheit im Edelsteinhandel.

Der Name leidet sich entweder vom Fruchtkern des Johannesbrotbaumes oder vom Samenkorn eines afrikanischen Korallenbaumes ab.

WICHTIG: Der Karatpreis nimmt mit der Größe des Edelsteines PROGRESSIV zu.

Die Karatzahl beim Goldschmuck hingegen bezeichnet den Anteil an Feingold.

Fast jeder Edelstein hat Einschlüsse, ist also nicht völlig rein.

Es gibt Einschlüsse die arteigen oder artfremd oder beim Bernstein sogar organischer Natur sind (konservierte Pflanzenreste und z.B. Insekten).

Auch Farbstreifen als Störung der Kristallstruktur gehören zu Einschlüssen, wie auch Flüssigkeiten, Gase, Sprünge oder Spaltrisse, auch Fahnen genannt, die sich im Inneren des Steines befinden oder auch bis an die Steinoberfläche reichen.

Nur bei Diamanten gibt es eine allgemeingültige Reinheitsgraduierung.

Die gewünschten Eigenschaften oder Schönheiten der Edelsteine kommen normalerweise erst durch Schleifen und Polieren richtig zur Geltung.

Das Edelsteinschleifen hatte wohl ab ca. 1400 n.Chr. seinen Ursprung in Indien und entwickelte sich ab dem 15./16. Jahrhundert in Europa weiter.

Zu hauptsächlichen Schliffarten zählen: Facettenschliff, Glattschliff und der gemischte Schliff. 


Und bald folgen Berichte u.a. über meine geliebten Turmaline, die Bergkristalle mit ihren Einschlüssen oder Anmerkungen zu Heilwirkungen von Steinen....


1/2021  

Turmaline

Nachdem ich in meinem letzten Newsletter eine Einführung zum Thema Edelstei ne gegeben habe (nachzulesen auf meiner Homepage www.preziosen4you.de), wende ich mich nun einem meiner Lieblingssteine   zu, den TURMALINEN mit ihrem Farbreichtum.
Die Bilder zeigen einige von mir gefertigte Schmuckstücke mit Turmalinen.

Den TURMALIN gibt es in verschiedenen Farben: farbloser Turmalin, auch Achroit genannt; rosa bis rote Turmaline(der rote wird auch als Rubellit bezeichnet); grüne = Verdelith; blaue = Indigolith; lilarote bis violettblaue = Siberit; gelbbraune bis dunkelbraune = Dravit (benannt nach dem Fluss Drave in Kärnten); und der schwarze Turmaline heisst auch Schörl, entsprechend einem bergmännischen Begriff für "falsches Erz".

Auffällig sind auch die mehrfarbigen Turmaline mit verschiedenen Farbzusammensetzungen.

Diesen Edelstein kannte man schon in der Antike.
Früher glaubte man die Turmaline könnten aus sich selbst heraus leuchten. Dieser Irrglaube beruht auf dem Pleochroismus, der Eigenschaft, dass der Stein aus verschiednen Betrachtungswinkeln her verschiedene Farben zeigen kann. 
Eine andere Legende besagte, dass dieser Stein sich aus dem Urin der Luchse bilde, weshalb er in der fernen Vergangenheit zeitweise "Lyngurium" genannt wurde.

Auch gibt es die schöne ägyptische Sage, dass der Edelstein, als er aus dem Erdinneren herauskam, über den Regenbogen gewandert ist und dabei die Farben angenommen habe. Weshalb er auch Regenbogenstein genannt wird.

Sein heutiger Name TURMALIN beruht auf dem singhalesischern Wort "thuramali"(= Stein mit gemischter Farbe). Im Rahmen einer Reise für die Niederländische Ostindien-Kompanie im 17./18. Jahrhundert brachte der deutsche Arzt und Botaniker Paul Herrmann diesen besonderen Edelstein aus dem ehemaligen Ceylon mit nach West-und Mitteleuropa.
Damals hatte sich auch bei den Holländern der Name "Aschentrekker" für den Turmalin eingebürgert, da sich der Stein durch Reiben oder Wärme elektrisch aufladen lässt und die Herren so die Asche aus ihren Pfeifen ziehen konnten.


In der Vergangenheit und Gegenwart werden die Turmaline für Schmuck und Kunstgegenstände genutzt.

Herren der Schöpfung aufgepasst!!: Die Meisterschale der Fussball-Bundesliga und der DFB-Pokal sind mit Turmalinen verziert!

Diese Kristalle kommen in vielen Teilen der Welt als Borsilikate in Gesteinen der Erdkruste vor, so in vielen Staaten Afrikas, USA, Brasilien( z.B. der bekannte Paraiba), Russland, Myanmar, Sri Lanka u.a. ; aber auch auf Elba (Elbait) und in der Schweiz im Tessin.

MOHSHÄRTE: 7-7,5
MONATSSTEIN: Oktober
HEILSTEIN: positive psychische Wirkung, unterstützt das Streben nach Harmonie und Klarheit, der Schörl (schwarzer Turmalin) schützt gegen negative Energien.


Ich hoffe wieder etwas Spannendes berichtet zu haben und bei Interesse an der Anfertigung von individuellem Schmuck z.B. mit Turmalinen stehe ich gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Auch verfüge ich über eine Vielzahl verschiedenfarbiger Turmaline zum Aussuchen.


3/2021

BERGKRISTALLE


Die Bergkristalle mit Rutilnadeln 

Die Bergkristalle gehören zu den reinsten aus der Gruppe der Quarze. 
Die Bezeichung Kristall leitet sich vom griechischen Wort für „Eis“ (krystallos) ab, denn man hielt den Bergkristall bis ins 17. Jahrhundert für „Ewiggefrorenes“.
Sie sind durchsichtig und farblos.
Diese Edelsteine bestehen hauptsächlich aus Siliciumdioxid. Ihre Entstehung beginnt in einer Wasserlösung, die mit Salzen verkeimt ist. Verschiedene Kristalle entstehen je nach Druck, Temperatur, Sättigung und den unterschiedlichen gelösten Substanzen.
Die Bergkristalle kommen weltweit vor, wie: Schweiz, China, Österreich, Indien, Mexiko, Russland, USA, Madagaskar. Der größte Abbau weltweit findet jedoch in Brasilien statt.
Das klingt eigentlich nicht sehr interessant, aber die vielseitigen Einschlüsse machen sie in meinen Augen variantenreich und schön.

Rutilnadeln im Bergkristall erscheinen wie goldene Nadeln oder Fahnen, Turmalineinschlüsse schwarz im farblosen Kristall.
 
Aber was sind Einschlüsse eigentlich???

Es gibt mineralische Einschlüsse von Goethit, Gold, Pyrit, Rutil, Hämatit, Chlorit und Turmalin in dem Bergkristall. Es können aber auch Erdöl und Naturasphalt eingeschlossen sein.
Im Bergkristall gibt es nur mineralische Einschlüsse im Gegensatz zum Bernstein, der auch organische wie Pflanzen und Insekten enthalten kann.
"Diamant im Diamant" sind arteigene Einschlüsse von Mineralien im „Wirtkristall“, als artfremd wird z.B. Rutil im Bergkristall bezeichnet.
Es gibt viele Möglichkeiten, wie diese Einschlüsse entstanden sind. Entweder ist das „Wirtkristall“ um das älterer Mineral herum gewachsen, oder sie unterlagen zeitgleich einem Schmelzprozess im Erdinneren. Es können aber z.B. auch Flüssigkeiten oder Gase in Spalten oder Hohlräume des Kristalls während Kristallisationsphasen eingedrungen sein. 
Auch Sprünge und Risse, sogenannte Fahnen, gehören zu dem Begriff Einschlüsse.
 
Die Mineraleinlagerungen erzeugen oft interessante Lichterscheinungen, wie z.B. den Katzenaugeneffekt oder Lichtsterne.
 
Die Einschlüsse geben Hinweise auf Entstehungszeit, -art und -ort des Edelsteines. 
So gelang es z.B. die fehlenden Quarzkristalle des Kronleuchters von Schloss Sanssouci originalgetreu zu ersetzen, da man feststellen konnte, dass die Quarze aus Klüften u.a. des östliche Wallis und dem Reusstal in den schweizer Zentralalpen stammten.
Die Einschlüsse ragen manchmal bis an die Oberfläche und es sieht aus als wäre der Stein beschädigt. Dies ist aber meist nicht der Fall. Fast jeder Edelstein hat Einschlüsse.
 
Heilstein: Bergkristall
 
In der Geschichte vieler Kulturen, wie der Griechen, Römer, Inder und Araber, wurde der Bergkristall für rituelle und heilende Zwecke verwendet.
Die Ureinwohner Amerikas legten diesen Edelstein zu Neugeborenen in die Wiege, um sie vor Krankheiten und bösen Mächten zu schützen. Für die Römer galt der Bergkristall als Sitz der Götter und verlieh dem Tragenden Mut, Weisheit und Treue.
Der Bergkristall galt als Medium in der spirituellen Praxis.
Die Schamanen im Urwald von Malaysia glauben, dass die Bergkristalle ihnen helfen verlorene Seelen von Kranken zu finden und zurück zu bringen. 
 
Er soll vor schädlichen Strahlen bewahren, Kopfschmerzen und verschiedene Entzündungen lindern, Leber und Niere reinigen. Es wird ihm eine beruhigende, Gedanken klärende Wirkung zugeschrieben, sowie die Linderung seelischen Leids und Hilfe bei Entscheidungen.
Er soll laut Hildegard von Bingen bei Magen-Darm-Beschwerden, Sehschwäche und Herzbeschwerden helfen.
 
Der Bergkristall ist dem Tierkreiszeichen Löwe zugeordnet, z.T. auch Steinbock, Stier, Zwilling und Schütze.
Als Monatsstein steht der Bergkristall für April.


6/2021

Saphire



Der Name Saphir war bis ins 13. Jahrhundert der Begriff für alle blauen Schmucksteine insbesondere für Lapislazuli.

Der Name Saphir stammt vom lateinischen „sapphirus“ ab; griechisch „sappheiros“(blau).
Im Aramäischen heißt „Sphira“: „die Schöne“ und im Sanskrit wird ein dunkler Edelstein als „shamipriya“ bezeichnet, was soviel bedeutet wie: „geliebt/verehrt von Saturn“.
Die indische Astrologie ordnet den Saphir dem Saturn zu.

Was ist ein Saphir?
Saphire bestehen aus dem Mineral Korund, einem kristallinen Aluminiumoxid.
Saphire kommen in nahezu allen Farben vor, außer Rot. Dann heißt der Korund nämlich Rubin!

Woran denkt man bei Saphiren?!
Meist meint man den blauen Saphir.
Saphire sind meist transparent und es gibt sie in verschiedenen Farben entstehend durch verschiedene Zusätze wie z.B. Chrom, Eisen,Titan u.a.
Außerdem weisen sie teilweise einen Pleochroismus auf: Unter verschiedenen Betrachtungswinkeln zeigen sich unterschiedliche Farben. 
Schon einmal etwas vom „Stern-Saphir“ gehört? Der „Asterismus“ oder „Sterneffekt“ (meist 6 Strahlen, manchmal auch 12) wird durch parallel verlaufende nadelförmige Rutileinschlüsse hervorgerufen, sodass sich auf der Oberfläche des Edelsteins ein Stern "bewegt". 

Wo stammen die Saphire her?
Die „klassische“ Quelle für Blaue Saphire ist Sri Lanka – das älteste jemals erwähnte Abbaugebiet. Zeitgenössischen Berichten zufolge wurden Saphire aus Sri Lanka bereits ab 480 v. Chr. von den Griechen und Römern verwendet.
König Salomo soll mit Sri Lanka-Saphiren aus der Umgebung von Rathnapura („Stadt der Edelsteine“) um die Königin von Saba geworben haben.
Blaue Saphire stammen neben Sri Lanka aus Birma (Mogok), Australien, Kambodscha (Pailin), China, Kenia, Laos, Madagaskar, Nigeria, Tansania, Thailand, den Vereinigten Staaten (Montana) und Vietnam. Die wohl schönsten Blauen Saphire überhaupt wurden um 1881 in Kaschmir (Indien) entdeckt, doch schon um 1930 war die Lagerstätte anscheinend erschöpft. 

Eigenschaften von Saphiren
Saphire besitzen eine hohe chemische Beständigkeit und Wärmeleitfähigkeit.
Sie sind Säure-unlöslich und schmelzen erst bei 2050 Grad Celsius.
Mohshärte: 9

Und was gibt es für Geschichten über Saphire?
Der Blaue Saphir wird in vielen mythologischen und religiösen Erzählungen erwähnt. 
Die Perser glaubten, das Blau des Himmels entstünde durch die Reflexionen des Saphirs, und auch in der Bibel findet dieser Edelstein mehrmals Erwähnung: Der Thron Gottes sei mit einem Blauen Saphir von himmlischer Klarheit besetzt; das Brustschild Aarons sei mit 12 feurigen Steinen besetzt, einer davon sei ein blauer Saphir. 
In der griechischer Mythologie heißt es, dass Prometheus, als er sich das verhängnisvolle Feuer „auslieh“, auch einen Blauen Saphir trug. Außerdem wurde angenommen, der Blaue Saphir schenke seinem Besitzer Frieden und Freude.

Dem Saphir werden viele positive Eigenschaften nachgesagt: Kraft, Ehre, Wahrheit, Treue, Freundschaft, Reichtum, Wissen, Energie-gebend, schützt vor Vergiftung, reduziert körperliche Beschwerden.
Im alten Ägypten trugen die Priester Saphire in Amuletten, um das Böse abzuwehren und ihren Geist mit Weisheit und Erkenntnis zu stärken.
Man sagt, dass ein Saphir den Glanz verliert, wenn er von jemandem getragen wird, der unfair ist.

Der Saphir ist dem Geburtsmonat September zugeordnet.

Gibt es berühmte Saphire?

Ja!!

*Pride of Kashmir
Mit einem Gewicht von über 20 Karat ist der „Pride of Kashmir“ einer der größten Saphire, die in der Region Kashmir, gefunden wurden. Die Farbe des Saphirs ist ein strahlendes Saphirblau.

Blaue Saphire zählen seit Menschengedenken zu den beliebtesten Edelsteinen der Welt. Vor allem farblich intensive und hochkarätige Steine faszinieren.

Logan-Saphir aus dem National Museum of Natural History in Washington D.C.
Dieser größte jemals geschliffene Saphir ist der „Stern von Indien“ mit einem Gewicht von 563 Karat (112 Gramm). Der in Sri Lanka gefundene, etwa 2 Milliarden Jahre alte Stein wurde 1901 durch John Pierpont Morgan an das American Museum of Natural History übereignet und kann dort besichtigt werden.

*Star (Stern) of Adam-Saphir
Der Name ergibt sich daraus, dass es sich um einen Sternsaphir handelt und er im August 2015 in Ratnapura/Sri Lanka an dem 2243 m hohen Berg Adams Peak (der Sage nach, fand Adam an diesem Ort seine Heimat) gefunden wurde.
Es ist der größte Saphir der Welt!
Dieser Edelstein hat ein Gewicht von 1404 Karat (280g) und eine strahlend-saphirblaue Farbe mit einem sechsstrahligen Sterneffekt. Der Wert des Saphires wird auf 100 bis 300 Mio. US-Dollar geschätzt.

Neben seiner Verwendung als Schmuckstein wurde der Saphir in Plattenspielern der 1950er und 1960er Jahre als Material für die Tonabnehmer-Abtastnadel verwendet.
Wegen ihrer hohen Härte und Abriebfestigkeit werden Saphire auch in der Industrie und Raumfahrt eingesetzt und sind günstiger als Diamanten.
Zum Beispiel werden synthetische einkristalline Saphirscheiben   für Leuchtdioden, Laser-Technologie und Fenster mit extremen Belastungsansprüchen verwendet. 





9/21

Aquamarine

Der Name des Aquamarins erklärt sich von selbst: „Wasser des Meeres“.

Die Farben des Aquamarins reichen von fast farblos über verschiedene Intensitäten von Blau bis zu Blaugrün.

Die farbgebende Substanz ist Eisen. Durch Erhitzen eines farbschwachen Steines auf 400-450‘ Celsius ist ein intensiveres und farbbeständiges Aquamarinblau zu erreichen.

Einschlüsse bewirken Katzenaugeneffekte und Asterismus mit sechsstrahligem Stern.

Dieser Edelstein ändert je nach Blickrichtung oder Lichteinfall seine Farbwirkung, d.h. der gleiche Aquamarin kann einerseits fast farblos erscheinen und in einem anderen Moment tiefblau. Das nennt man dichroitisch.

Aquamarine gehören wie die Smaragde zur Gruppe der Berylls.

Abbaustätten liegen hauptsächlich in Brasilien, aber auch in Asien, Afrika, China etc.

Besonders feine Aquamarine sind die „Santa Maria“, benannt nach der gleichnamigen Mine in Brasilien oder der Santa-Maria-Africana aus Mozambique.

Der tiefblaue Maxix-Aquamarin stammt aus der Maxix-Mine in Minas Gerais/Brasilien.

Die Steinfarbe bleicht jedoch bei Tageslicht aus!

1910 wurde von David Mussi in der Papamel-Grube nahe Marambaya/Minas der größte Aquamarin mit Edelsteinqualität gefunden: 110 kg, 520.000 Karat und 48x42cm.

Gekauft wurde er von 2 Deutschen für 85.000 Reichsmark und zu Schmucksteinen geschliffen.

Einer der ältesten, bekannten Aquamarine wurde vom Graveur Eouopdos mit dem Portrait der Tochter des Kaiser Titus (39-81 n.Chr.) Julia angefertigt. Zu sehen ist das Kunstwerk in der Nationalbibliothek in Paris.

Und Fürst Murat, der Marschall Napoleons, besaß ein Schwert, in dem ein traumhafter Aquamarin von 550 Karat eingearbeitet war.

Einige Legenden nach entstammt der Aquamarin aus der Schatztruhe einer Meerjungfrau und hat eine hohe Symbolkraft für Reinheit, Liebe, Glück.

Man sagt er könne durch seine Farbveränderungen von hell zu dunkel zwischen wahr und falsch unterscheiden und vor falschen Freunden warnen.

Und schon seit der frühen Antike galt der Aquamarin als Glücksstein der Seefahrer und Reisenden. Mit diesem Edelstein ließen sich der Gott des Meeres besänftigen, Stürme und Erdbeben verhindern.

Im Mittelalter wurde er als Symbol der Keuschheit und Reinheit gesehen.

Auch als Heilstein hat der Aquamarin schon seit vielen Jahrhunderten eine Bedeutung.

Hildegard von Bingen hat bereits über ihn geschrieben.

Er soll hilfreich bei Augenerkrankungen, Seekrankheit, seelischen Wunden, Depression, Antriebslosigkeit sowie Allergien und Atemwegserkrankungen sein und stärkt die Selbstheilungskräfte und die Entfaltungsfähigkeit der persönlichen Begabung.

Mohshärte: 7,5-8

Monatsstein: Oktober

Geburtsstein: März

Sternbilder: Waage, Wassermann, Fische

Zuordnung zu den Planeten: Saturn, Venus

Stein für den 19.Hochzeitstag (Stein für, Liebe und Treue)


 



3/22
CARNIOLE

 Heute geht es um den farbfreudigen Carniol.
Karneole oder auch Carniole sind undurchsichtige bis leicht durchscheinende Schmucksteine in Farbnuancen von Braun, Rot über Orange bis Weiß.
Sie bestehen aus Quarz und gehören zu deren Untergruppe der Chalcedone.
Die Farbgebung entsteht durch den Eisengehalt. Je nachdem in welcher Form Eisen gebunden ist, variiert die Farbe mehr Richtung Rot oder Braun.
Häufig erscheinen die Steine auch gestreift.
Die begehrte rote Farbe des Karneols entsteht durch Hitze, wie z.B. durch die Sonnenhitze Indiens, dem "Land des Carniols".
Der Name Karneol leitet sich vom Lateinischen „corneolus“, „cornelius“, oder „corniol“ ab. Cornus / Corneolus bezeichnet im Lateinischen den Kornelkirschenbaum.
Im 18./19.Jahrhundert setzte sich Carniol, nach „carneolus“= fleischfarben, durch.
Bereits im Altertum wurde der Carniol als Schmuckstein geschätzt und galt im alten Ägypten wegen seiner „Blut-Farbe“ auch als „Lebensstein“.
Bekannte Beispiele sind der Siegelring des Ramses II., der Ring von Tello (Iran, 2500 v. Chr.) und Siegelringe aus der Zeit der Etrusker und Phönizier.
Unter den Römern wurden Carniole, manchmal auch Glas, zur Herstellung von Gemmen genutzt.
Bei „Gemmen“ wurden Glücks- und Schutzsymbole in den Stein eingeschnitzt und meist als Ring getragen.
Im Grünen Gewölbe in Dresden wird der Sächsische Kronschatz von August dem Starken(16780-1733) und seinem Sohn ausgestellt, der zu großen Teilen aus Karneol-Juwelen besteht.
Martin Luther z.B. trug einen Siegelring aus Gold und Carniol mit dem Wappen Luthers, der sogenannten „Luther-Rose“.
Neben Indien, Tasmanien, Brasilien, Russland, USA und vielen anderen Ländern gibt es auch einige Fundorte von Carniolen im nördlichen Europa unter anderem auch im Fichtelgebirge oder Odenwald in Deutschland.
Man findet Carniole oft in Flüssen, wenn sie sich aus den Gesteinsschichten gelöst haben.
Wie bereits erwähnt, wurden Carniole in schützenden Amuletten getragen.
Hildegard von Bingen (12.Jh. n.Chr.) nutze den Karneol als wichtigen Heilstein unter anderem gegen Blutungen, Kopfschmerzen und Erkältungskrankheiten.
Auch soll dieser Stein den Zorn besänftigen und Vitalität und Lebensmut fördern, sowie hilfreich bei Rheuma, Arthritis und Depression sein.
Konrad von Megenberg (in „Oeconomia“, 1354 n.Chr.) schrieb:
Wer schwach ist, aber fest sein möchte,
wert lau ist, aber brennen möchte,
wer feig ist, aber kühn sein möchte,
wer Knecht ist, aber Herr sein möchte,
der trage immer einen Karneol.
Mohshärte: 7
Tierkreiszeichen: Widder, Stier, Skorpion, Jungfrau
Monat: September

6/22
GRANAT

Der Name Granat leidet sich voraussichtlich vom lateinischen Wort „ granum“ (= Korn, da dieses Mineral oft in körniger, würfelartiger Form vorkommt) oder von der Farbe und Form der Kerne des Granatapfels ab.
Wer an einen Granat denkt, hat meist einen roten Schmuckstein vor Augen.
Neben den verschiedenen Rotnuancen gibt es Granate in unterschiedlichsten Farben- außer Blau. Die chemischen Zusammensetzungen der Granate ist je nach Farbe leicht unterschiedlich.
Die Granate gehören zur Mineralklasse der Insel Silikate und kommen in körniger oder Kristallformen vor. Die Kristallstücke haben meist die Form eines Rhombendodekaeders (12 rautenförmige Flächen) und kommen sogar in Exemplaren von bis zu 700 kg vor.
Zu finden sind sie häufig in Gesteinen wie Gneis,Glimmerschiefer und Magma-Gesteinen.
Die bekanntesten Granatvarietäten sind die Roten: Pyrop: kräftig rot mit einem Touch ins bräunliche, z.B. der bekannte “Böhmische Granat”,
und Almandin, auch “Karfunkelstein” genannt, rot mit einem Touch ins Violette.
Der Rhodolith ist ein Pyrop-Almandin-Mischkristall und glänzt rosenrot. Außerdem gibt es noch den meist orangeroten Spessartin, den Andradit( grün: Demantoid, Tsavorit und gelb: Topazolith), den orangenen Mandaringranat und den Grossular, der farblos, grün, gelb oder braun sein kann.
Die verschiedenen Granatvarianten kommen unter anderem aus Indien, Kenia, Madagaskar, Mosambik, Nigeria, Sri Lanka und Tansania, aber auch, wie der Name schon sagt, aus dem Spessart oder aus Böhmen.
Seit der Antike wird der Granat wegen seiner Leuchtkraft als Schmuckstein  genutzt und im Mittelalter wurden sie zusammen mit Spinellen und Rubinen als “Karfunkelsteine” ( Funke, glühende Kohle) bezeichnet.
Im alten Ägypten wurde er in Amulette integriert und als Medizin verabreicht, um zu stärken, Energie zu verleihen, böse Träume zu verhindern und vor dem Bösen und Unrecht zu schützen.
Erwähnt wurden die Granate in muslimischen und jüdischen Überlieferungen und alten Legenden.
In der griechischen Mythologie wird dieser Edelstein in der Erzählung von der Entführung Persephones durch Hardes erwähnt.
Bei den Wikingern diente der Granatschmuck als Grabbeigabe, um den Toten den Weg nach Walhalla zu erhellen.
Und die Kreuzritter schmückten ihre Schwerter und ihre Rüstung zum „Schutz“ mit Granaten, den der Sage nach gilt der Träger des Granats als unverwundbar.
Früher dachte man, dass ein Granat im Diebesgut eines Juwelenräubers ihn verraten würde. Und in den alten Volksmärchen verkörpert der Granat das Gute und die Erkenntnis des Unrechts.
Den Legenden nach weißt der Verlust des Glanzes auf nahendes Unglück hin.
Der Granat steht symbolisch für Treue, Licht und Wahrheit.
Heilstein:
Die Granate sollen eine beruhigende Wirkung haben und bei Depression helfen. Ihm werden stärkende Eigenschaften für Körper und Geist nachgesagt und helfende Wirkung bei Magen-Darm-Beschwerden.
Er soll als Schutzstein auf Reisen mitgenommen und nach schweren Enttäuschungen und Rückschlägen im Leben am Körper getragen werden.
Der rote Granat stärke Blutkreislauf und Durchblutung und helfe bei Erschöpfung und der Grossular bei Rheuma und Arthritis.
Astrologie: den Skorpion-Geborenen verleiht er innere Glut, Ausdauer und Verwandlungsfähigkeit.
Zu dem oben genannten folgt ein Zitat von Hildegard von Bingen:
Der Karfunkel wächst während einer Mondfinsternis und ist trotzdem warm. Er wird in dem Moment geboren, wenn die Sonne den Mond erwärmt und wieder mit Leben erhellt. Da eine Mondfinsternis selten, ist auch dieser Stein selten und dennoch voller Kraft, die mit Vorsicht angewendet werden sollte. Hat einer Fieber oder Gicht, solle er den Karfunkel um Mitternacht auf seinen Nabel legen. Dort solle er ihn nur solange belassen, bis er sich vom Karfunkel erwärmt fühlt oder kleine Bewegungen spürt. Durch seine starke Kraft darf der Stein nicht zu lange dort verweilen, weil er ihn sonst schaden kann. Wer Kopfschmerzen hat, solle den Karfunkel solange auf seinen Scheitel legen bis seine Haut warm wird. Dann solle er ihn sofort herunternehmen. Auch bewahre er leicht verderbliche Ware vor der Fäulnis.
Sternzeichen: Skorpion, Widder/ Geburtsstein: Januar/ Mohshärte:    6,5-7